Alles über Ultralight Ruten (UL)

Für das Ultralight Angeln benötigt man natürlich Ultralight Ruten. Im 2. Teil meiner Serie “Ultralight Angeln von A bis Z” dreht sich alles um die feinen UL-Peitschen. Ich nenne Euch meine Tipps, gebe Euch Ruten-Empfehlungen in verschiedenen Preisklassen und sage worauf Ihr beim Rutenkauf für Ultralight achten müsst.

In Teil 1 habe ich über die Faszination „Ultralight Angeln“ gesprochen. Hohe Frequenz an Bissen und leichte Ruten = geile Barsch-Drills. Ganz zu Schweigen, wenn als Beifang mal nen Zander oder Hecht einsteigt. Oh ja Baby, schon beim Gedanken daran zieht sich bei mir im Lendenbereich alles zusammen. Und wenn ich hier immer von geil spreche, dann meine ich nicht direkt erotisierend, aber für alle, die ebenfalls auf dem UL-Trip sind wissen, dass es verdammt nah dran ist!

 

Typische Eigenschaften einer Ultralight Rute

Ich habe im 1. Artikel der Serie UL-Ruten auf maximal 5 Gramm eingegrenzt. Ich bleibe dabei: Durch viele Gespräche mit UL-Anglern, intensiver Recherche und der Meinung von JDM-Importeuren bleibt diese Eingrenzung bestehen. Ich sage es nochmal: Alles andere ist vielleicht leicht, aber eben nicht ultraleicht. Wer ein Superlativ verwendet, der muss auch bei den Werten im superlativen Bereich sein!

Aber Freunde der gepflegten ultraleichten Angelfreude, sofern man mit einer Rute Köder und Gewichte unter 5 Gramm werfen und UL-like kontrollieren bzw. führen kann, so würde ich nach jetzigem Stand auch Ruten mit einem WG von 0,x bis ca. 7 Gramm ebenfalls als UL-Rute bezeichnen. Hier kommt es aber eindeutig auf den Blank an. Wie feinfühlig ist er, welche Aktion hat er und wir gut kann ich wirklich zum Beispiel ein 1 Gramm Cheburashka Tungsten mit einem 1,6 Inch Köder, wie bspw. die Fanatik Baits Larva, kontrollierbar führen?

Wenn ich mir UL-Ruten anschaue, achte ich gezielt auf bestimmte Eigenschaften. Da nicht immer Ultralight drin ist, wenn Ultralight drauf steht, muss man auf einige Faktoren ganz genau achten. Den Rutenherstellern ist es nämlich nicht entgangen, dass sich Ultralight nicht nur cool anhört, sondern auch mittlerweile gut verkauft. Ergo gibt es so einige Mogelpackungen mit der Aufschrift UL. Worauf Ihr achten solltet beim Kauf einer UL-Rute sind die folgenden Eigenschaften:

Das Wurfgewicht der Ultralight Rute

  1. Das Wurfgewicht einer Ultralight Rute
    Bis 5 Gramm. Bei Ruten von 0,x bis 7 Gramm würde ich ultraleicht auch noch durchgehen lassen, das kommt dann aber, wie oben beschrieben, auf den Blank an.
  2. Das Rutengewicht
    Das zweite ist das Rutengewicht. Unter 100 Gramm sollte es heutzutage schon sein. Zumindest nah dran. Auch bei günstigeren Ruten ist das durchaus machbar.
  3. Kennzeichnung des Ultralight Blanks
    Natürlich ist vor allem der Blank extrem wichtig. Hier muss man etwas weiter in die Materie gehen. Generell sollte der Blank mit UL oder L gekennzeichnet sein. Es kommt an dieser Stelle auch darauf an, was Ihr mit der Ruten machen wollt. Auf den Blank gehe ich später aber noch genauer ein.
  4. Länge der Ultralight Rute
    Die länge sollte sich zwischen 1,80m und maximal 2,10m bewegen. Hier habt Ihr einfach die beste Köderkontrolle und der direkte Draht zum Köder ist bei UL so wichtig, wie der richtige Garpunkt beim Steak.
  5. Die Ultralight Rutenberingung
    Kleine und eng am Rutenblank anliegende Ringe machen extrem Sinn. Die sogenannten Micro Guides sorgen dafür, dass auch sehr dünne Schnüre perfekt durch die Guides geführt werden und der Kontakt zum Köder besser übertragen wird.

Subjektiv gibt es dann noch den Rollenhalter. Die Auswahl an Rollenhaltern ist so groß, wie die Aufpreisliste bei Audi. Genau wie bei der Beringung hört man oftmals nur Fuji, Fuji, Fuji. Ok, die Dudes haben es auch einfach drauf. Ob es andere gute Rollenhalter gibt? Mit Sicherheit! Ich habe jedoch selber nur Fuji-Rollenhalter und fahre damit hervorragend, also wieso das Winning Team changen? Egal von welcher Marke der Rollenhalter auch nun ist. Er muss Euch selber überzeugen. Ich habe schon Rollenhalter an 400-Euro-JDM-Ruten gesehen, wo ich heute noch der Meinung bin, dass man damit eher Verstopfungen lösen kann, als komfortabel zu Angeln. Aber das ist wirklich alles persönliche Präferenz. Ich selber habe es gerne, wenn der Rollenhalter mir einen direkten Berührungspunkt an den Blank bietet. Ihr wisst ja, meine Mini-Winis 🙂

Der richtige Blank für Ultralight Ruten

Ich muss an dieser Stelle etwas differenzieren und weiter ausholen. Zum einen gibt es UL-Blanks mit Solid Tip, meist extrem weiche Spitzen aus 100% Carbon (können aber auhch straffer sein), und UL Ruten mit “normalen” Spitzen. Solid Tip sind extrem fein und sorgen vor allem dafür, dass die Rute bei Drills nachlässt und die wuchtigen Schwanzschläge der Räuber auffängt, wie eine Chimpansen-Mama ihr Baby, das gerade vom Baum fällt. Besonders beliebt sind Solid Tips bei Forellenangler, da oft bis zum Körper gedrillt und so das Ausschlitzrisiko möglichst minimiert wird. Wenn ich an dieser Stelle einmal Barschgott Dietel zitieren darf, der in seinem Solid Tip Artikel folgende Eigenschaften der Solid Tip herausgestellt hat:

  • Geile Pufferwirkung bei Anschlag und Flossenschlägen (Habe ich ja bereits erwähnt. Durch die bessere Pufferwirkung können auch feinere Schnüre gefischt werden)
  • Verbesserte Wurfeigenschafte (weitere und präzisere Würfe sind drin!)
  • Bessere Bissverwertung, da die sensiblen Spitzen dem Fisch kaum Widerstand beim Biss verspüren lassen. Geile Sache, oder?

Auf der anderen Seite gibt es Blanks natürlich auch mit „normalen“ Spitzen, sog. Tubular Tips, also Spitzen, die aus derselben Materialzusammenstellung gebaut sind, wie der Rest der Rute. In der Regel sind Tubular Tips hohl, wie der eigentliche Blank auch. Hier ist der Vorteil, dass man in der Regel etwas flexibler am Wasser ist, da ich zum Beispiel von Hardbaits in Verbindung mit einer Solid Tip abraten würde. Oftmals muss man für Solid Tip auch einen Aufpreis zahlen. Es ist also auch eine Budgetfrage. Ich selber fische am liebsten sogar an einer L-Rute von Graphiteleader, die bis 5 Gramm Wurfgewicht hat. Hiermit bin ich absolut flexibel. Denn ich haben durch meine Graphiteleader Veloce Neo (Achtung, Vorgängermodell, nicht die aktuelle Serie) eine Allzweckwaffe. Selten eine spezielle Rute gehabt, wo der Begriff eierlegende Wollmichsau so nah dran kommt, wie bei der Graphiteleader. Micro Jigs, Chatterbaits, kleine Blinker, Cheburashka, kleine Wobbler und auch ganz normale Spinner. Mein Mädchen mag es also hard und soft.

Welcher Taper bei Ultralight Ruten?

Leute, einmal, einmal kann ich mich hier kurz halten! Die Frage ist so schnell beantwortet, wie der Rosberg sich noch seinem WM-Sieg aus dem Profisport verpisst hat: Im Normalfall haben UL-Ruten einen Extra Fast oder Fast Taper. Manche ultralight Ruten für die Forellenangelei haben auch Regular Taper. Dies ist aber nicht die Regel. By the way: Extra Fast oder Fast Taper hat nichts mit der Schnelligkeit zu tun, wie der Blank sich wieder zurückstellt. Ein Taper Tutorial folgt in Kürze. Soviel aber schon einmal vorab. Die ganzen Taper-Namen bezeichnen die Krümmung der Rute. So kann man Extra Fast und Fast Taper mit einer Spitzenaktionen beschreiben, die Rute arbeiten vor allem mit der Spitze und biegt sich dort. Ein Regular Taper ist bspw. ein halbparbolischer Blank, das heißt dass der Blank bis zur Rutenmitte arbeitet bzw. sich mitbiegt. Als Faustformel soll das erstmal bis zum Tut ausreichen 🙂

Bevor es zum Fazit kommt, hier ein paar Rutenempfehlungen. Erwähnen möchte ich an dieser Stelle auf jeden Fall, dass ich natürlich nicht alle Ruten fischen und testen konnte, die ich hier im Anschluss nenne. Einige der Ruten wurden mir empfohlen, andere habe ich selbst getestet und dann gibt es noch die Ruten, die von der Fisherino-Community in einer Umfrage genannt wurden.

Ultralight Ruten bis 100 Euro

Diese Ruten sind ideal, um sich vom Virus Ultralight Angeln anstecken zu lassen. Reinschnuppern zu einem humanen Preis.

Shimano Scimitar AX 210UL: ca. 30 Euro
Einsteigerrute für den ganz kleinen Geldbeutel. Natürlich nicht in der Top-Ausstattung aber brauchbar. Mein Freund Lui von Angel Kniffe hat sie bereits getestet: ZUM TESTBERICHT

Major Craft Firstcast Light Game FCS-S732UL mit Solid-Tip: 99 Euro
Rute mit 89 Gramm Eigengewicht und 5,3 Gramm Wurfgewicht. Das ganze sogar mit Solid Tip sowie Rollenhalter und Beringung von Fuji. Klingt nach einem sehr guten Preis-/Leistungsverhältnis. ZUR ULTRALIGHT RUTE

KONGER DYNAMIX JIG UL 1982: ca. 59 Euro
Ebenfalls mit Fuji Rollenhalter und Ringen ausgestattet, zweiteilig und unter 100 Gramm. Schwerer als die Major Craft aber auch nur die Hälfte im Preis. Auch wenn die 1-8 Gramm nicht unbedingt meinen idealen Vorstellungen vom UL-Wurfgewicht entsprechen, klingt die Zusammenstellung spannend und für mich definitiv empfehlenswert. ZUR ULTRALIGHT RUTE

Favorite Bluebird 1-7g: ca. 80 Euro
Keine Rute wurde bei der Umfrage auf der Fisherino Fanpage so oft genannt, wie diese. Ich kann dazu nichts sagen, außer dass Sie 5 Sterne im Global Fishing Shop hat und anscheinend auch die Community auf die Peitsche steht: ZUR ULTRALIGHT RUTE

 

 

Ultralight Ruten bis 250 Euro

Quasi die Golfklasse der ultraleichten Ruten. Hier kriegt man schon geile Technik und Materialien für all diejenigen, die bereits Wissen, dass UL nicht nur vorübergehend etwas für einen ist.

Konger STREETO AIR XUL 1902: 150 Euro
Leute, Leute, Leute!! Auf diese Rute freue ich mich ganz besonders. 150 Ocken, alles Fuji und nur 56 Gramm Eigengewicht. SECHSUNDFÜNZIG GRAMM! Ich weiß ganz genau, dass ich diesen Kracher testen werde, sobald Sie in Deutschland verfügbar ist. ZUR ULTRALIGHT RUTE

Tailwalk Fullrange S63UL: 229 Euro
Eine Allroundmaschine von Tailwalk. Egal ob Hard- oder Softbaits. Die S63L packkt sie alle. Natürlich JDM-Qualität, wie man es von Tailwalk kennt
https://www.nippon-tackle.com/Tailwalk-Fullrange-S63UL
Qu-on Bastard BTS-602UL-ST: 219 Euro
Ich habe Qu-on ja lieb gewonnen. Hier haben wir einen 88 Gramm Stock mit Solid Tip. Verspricht also mega feinfühlig zu sein. Ein Stöckchen für die ganz feinen Schnüre bis 5lbs Schnurstärke. Kann ich mir auch super zum Forellenangeln vorstellen. ZUR ULTRALIGHT RUTE

 

Ultralight Ruten über 250 Euro

Gesucht werden die Ferraris unter den UL-Ruten. Edelste Ausszattung, die performantesten Blanks und sicherlich nur für Leute, die verrückt in der Birne sind und Geld scheißen können. Ich zähle mich übrigens zur Spezies “Pinky & Brain”.

Graphiteleader Vigore GVGS-64L: ca. 419 Euro
Graphiteleader, eine meiner Lieblingsmarken überhaupt für Tackle. Die Teile werden nämlich alle in Japan geschmiedet und nur in sehr begrenzten Stückzahlen produziert. Die Vigore 64L besitzt einen L-Blank, genauso wie meine nicht mehr in Deutschland erhältliche Version der Veloce Neo, und kann ebenfalls die komplette Range an Ködern abfeiern. Fuji Titanium Ringe, die modernste Kohlephasertechnologie von Toray und jede Menge anderer High-Ende-Komponenten rechtfertigen definitiv den Preis! ZUR ULTRALIGHT RUTE

Qu-on Super Trickster STS-511XL-AS: ca. 320 Euro
Vollcarbon-Blank mit Solid Tip. Wieder Qu-on, dieses mal aber von der hochwertigeren Super Trickster Serie. Ein ganz ganz feines Rütchen. Im wahrsten Sinne des Wortes. ZUR ULTRALIGHT RUTE

Als letzten Tipp möchte ich noch die Ruten von Yamaga Blanks nennen. Ich hatte sie selber noch nicht in der Hand. In Deutschland kennt diese Marke auch kaum einer. Von meinen Osteuropäischen Freunden habe ich aber nur gutes darüber gehört. Die Teile werden, wie auch die Graphiteleader, in einer Manufaktur in Japan hergestellt. Die Verfügbarkeit ist sehr eingeschränkt. Erhältlich werden diese Rute bei Nippon Tackle sein ab April. Für den UL-Bereich ist vor allem die Blue Current Serie geeignet.

Als weitere High-Ende-Ruten in begrenzter Anzahl möchte ich die Noike Seiten nennen. Wer die Chance hat, eine dieser Rute bei Lurenatic zu ergattern, sollte dies tun.

Ihr merkt im Highend-Bereich bin ich sehr JDM-lastig (JDM = Japan Domestic Market) gewesen. Sicherlich gibt es auch Alternativen von Shimano & Co. in dieser Preisklasse, aber ich möchte hier auch vor allem meine persönliche Note rein geben. Und mit den o. g. Marken (bis auf Yamaga Blank und Noike) habe ich bereits selber sehr sehr gute Erfahrungen gemacht. Die Blanks, ja und auch die Verarbeitung, sind einfach noch spezieller.

 

Fazit: Ultralight Rute

Mein lieber Scholli. Der Artikel ist wieder länger geworden, als ich das eigentlich haben wollte. Es ist schlichtweg einfach nicht möglich sich hier kurz zu fassen, denn man kann Tage über UL-Ruten philosophieren. Ich fasse noch einmal kurz zusammen, worauf es ankommt:

Ruten von 180 bis 210cm länge, UL oder L Blank, WG bis 5 Gramm (Maximal 7 Gramm, wenn man es etwas weiter auslegt und der Blank leichte Köder führen lässt), Gewicht unter 100 Gramm ideal, Micro Guides für die dünnen Schnüre definitiv von Vorteil.

Geeignete Ruten gibt es in jeder Preisklasse. Ihr habt also die Qual der Wahl. Wichtig ist, dass die Rute mit einer geeigneten Rolle, das Thema gibt es dann das nächste Mal, eine Symbiose ergeben und Ihr Euch mit dem Set-Up wohlfühlt. In diesem Sinne, Cheers und Petri Brudis!

PS: Vielen Dank an CLICKBAITS.DE und ANGEL-KNIFFE.COM, die mir mit wundervollen Bildern bei diesem Artikel ausgeholfen haben. Ihr seid die betsen Brudis. LA FAMLIA 🙂

14 KOMMENTARE

  1. Wieder sehr gelungen und gut (unterhaltsam) geschrieben 👍
    Mach weiter so.
    Habe mir vor kurzem eine Solid-Tip Rute zugelegt und kann es kaum erwarten im Sommer damit richtig loszulegen 🤤
    Vielleicht haust du irgendwann mal einen UL-Teil zum Thema UL-Köder raus?!
    Tight Lines 🎣, Hardy

    • Moin Hardy! Zuerst müsste ich mal wissen mit was für einer Rute Du angelst und auf welchen Fisch. UL-Rute ist ja nicht gleich UL-Rute. Es gibt die XUL-Ruten bis drei oder 4 gr., die eine vollparabolischen Aktion haben für Forellen zum Beispiel. Die sind sehr weich, benötigen aber auch kein hartes Rückrat für den Anhieb, weil die Forelle nicht so ein hartes Maul hat. Bei Hecht oder Zander sieht das natürlich anders aus. Je nachdem welche Haken du nutzt, ist der Anhieb auch schwieriger zu setzen. Zum Beispiel bei Offsethaken. Ich bin ja kein Fan von Offset an UL-Ruten, es sei denn Kraut oder Hänger lassen es absolut nicht vermeiden. Aber nen 10er, 8er oder 6er Haken kriegt auch der kleinste Barsch rein. Schreib mal mal auf Facebook an. Dann können wir nochmal darüber quatschen mein Bester 🙂

      Gruß
      Thomas

  2. Mahlzeit Thomas! Ich bin bei der Recherche zum Kauf einer UL Ausrüstung auf deinen Blog gestoßen und schwer begeistert. Richtig geile Artikel, die du hier schreibst!
    So viel dazu 😉
    Außerdem würde ich dir gern eine Frage stellen:
    Und zwar bin ich vollkommen hin und her gerissen bei der Wahl einer Rute. Du erwähnst hier die Majorcraft FCS-S732UL, die macht einen wertigen Eindruck und wird oft empfohlen. Außerdem die Favorite Blue Bird, die kenne ich schon länger vom YT Channel „Ich geh angeln“ mit Viktor Eras. Die fand ich rein optisch immer toll. Die eine ist günstiger, die andere hat dafür Fuji… so weit so schwer.
    Noch schwerer wird es nach deinem Test der Konger Streeto XUL.. Ich fische die L2202 und bin völlig vernarrt in den Stock, die XUL scheint dich ja wirklich überzeugt zu haben. Einzig ist mir die XUL ggf. zu kurz. 2m dürfen es eigentlich schon sein.
    Kurz und knapp: Kannst du eine der drei Ruten empfehlen? Einsatzgebiet: Baggersee (vom Ufer), Graben,
    kleiner Fluss, im Winter Forellenpuff. Gufi, Cheburashka, Texas, Carolina, Dropshot, Spinner, leichte Cranks. Gerade im Bezug auf Solid Tip/Tubular Tip/wasAuchImmerDieKongerHat wäre aber eine kleine Empfehlung für meinen Einsatzbereich auch sehr willkommen, falls du zu den Ruten keine Aussage treffen kannst oder willst 😉

    Danke schon mal,
    Andreas

    • Mensch Andi,

      watt für ne Frage 🙂

      Das ist ziemlich schwierig zu beantworten. Die Blue Bird habe ich zB noch nicht in der Hand gehabt, aber eine Menge Leute aus der Community finden die ziemlich ziemlich geil. Ich kann nur soviel sagen: Aus meiner Sicht kommt es nicht auf die Länge an. Ob 1,85 (wie die Konger) oder 2.10 wie ne andere. Der Stock lädt sich im angegebenen Wurfbereich auf, wenn Du auch die richtige Schnur verwendest. Z. B. die Varivas Avani Light Game oder eine andere runde PE-Schnur. Wo mein Tipp aber hingehen würde,ist die neue Streeto Air. Ich habe zur Zeit die größte der 3 Streeto Air Ruten im Test (bis 15gr.). Ich wette aber die kleinste ist ebenfalls eine Wucht! Das ist jedoch nur eine Vermutung, ohne dass ich die kleine gefischt habe, die große überzeugt mich aber total. Verarbeitung, Optik, Feeling… alles sehr sehr wertig. Allerdings bei 150 Euronen. Sollte bei 100 ca. Schluss sein, dann kann ich auf jeden Fall die XUL 1852 empfehlen. Mail mich gerne an oder schreib mir über Facebook. Dann können wir gerne darüber quatschen.

      Ich selber bin oft vom Ufer an einem See unterwegs (Sorpesee) und kam mit der XUL super klar. Dann solltest Du auch darauf achten, dass der Blank halbparabolisch ist, weil du auch Forellen jagen möchtest. Das ist die CUL 1852, aber nicht die neue Streeto Air und ich glaube auch nicht die Fav und die MC. Für mich spricht vor allem dieser Punkt für die Konger Brudi.

      Gruß
      Thomas

  3. Schöner Artikel – wenn auch ausbaufähig. Solid-Tips die supersteif sind wurden leider nicht erwähnt, wie auch UL Ruten jenseits der 2,10m.
    Ich persönlich gehe am liebsten mit einer Abu Garcia Eradicater Mebaru 762UL an den Start. 1,0mm Tubular-Tip, Fast-Taper und eine Länge von knapp 2,30m bei lächerlichen 74g! Wenns etwas shcwerrer sein soll kommt eine Salty Stage Ajing 772LT zum Einsatz.

    Direkten Blankkontakt halte ich für nicht notwendig. Wenn der Blank gut genug ist bedarf es dieser Schnittstelle nicht. Und wenn doch, bracht man dafür nciht zwingend ein TVS-Halter. Mit einem gut verbautem IPS oder AirGrip ist genauso Blankkontakt, möglich wenn man denn entsprechend greift.

    Und ja, die BlueBird halte ich auch in dem Segment für die beste Rute.

    • Moin Satori!

      Brudi, vielen Dank für Deinen Kommentar. Mir ist schon klar, dass ich niemals alle Facetten von UL-Ruten in einem Artikel abbilden kann. Für mich ist wirklich nicht erkennbar, wieso eine UL-Rute länger als 2.10 sein soll. Die Wurfweite kann es eigtl. nicht sein. Aber mit Sicherheit gibt es auch Ruten mit einem WG, die länger als 2.10m, dies sind jedoch keine typischen UL-Ruten mehr, sondern in der Art eine Besonderheit. Und welcher Rollenhalter gefischt wird, ist auch Geschmacksache. Ich kenne Angler, Olek z. B., dem ist der Blankkontakt auch scheißegal, weil er die Schnur immer berührt. Generel ist der Blankkontakt bei den meisten UL-Rute auf Grund der kompakten Bauform gegeben und ist MEINE PERSÖNLICHE Präferenz. Aber ich finde es megageil, dass Du Dich so mit der Materie beschäftigst 🙂 Vielleicht gehen wir mal nen Bierchen trinken 😉